Praxis für Logopädie Ursula Lienert

Zustand nach Laryngektomie

Zustand nach LaryngektomieNach der operativen Kehlkopfentfernung wegen Kehlkopftumoren (Laryngektomie) kann die Stimmgebung nicht mehr über die Stimmbänder erfolgen. Während der Operation wird eine Verbindung zwischen der Luftröhre und der Speiseröhre geschaffen, durch die die Atemluft zum Sprechen genutzt werden kann. Die Atmung erfolgt dazu über eine Öffnung im Hals mittels einer Kanüle. Diese kann durch ein spezielles Ventil auch zum Sprechen eingesetzt werden. Dabei gelangt die Atemluft über die Kanüle und die Verbindung in die Speiseröhre und versetzt dabei einen Muskel am oberen Ende der Speiseröhre in Schwingung. Dieser kann durch Training die Funktion der Stimmlippen übernehmen und selber Stimme erzeugen. Therapie Durch spezielle Übungen lernt der Patient in der Therapie, mit Hilfe der Sprechkanüle die Atmemluft so einzusetzen, dass Töne und später Silben, Wörter und ganze Sätze produziert werden können. Ziel ist das Erlernen einer Ersatzstimme, entweder über den Muskel der Speiseröhre oder über ein Servoxgerät, das an den Mundboden angesetzt wird. Zusätzlich wird der Patient im Umgang mit der Kanüle unterstützt und beraten.